Am Samstag, den 4. Juli diesen Jahres kam es im Oberallgäu in Oy-Mittelberg auf der hoteleigenen Terrasse zu einer Gasgrill-Explosion. Es war ein schöner Sommerabend und der Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Argentinien, mit 4:0 gewann Deutschland, bei der Fußball-WM sollte bei deftigen Gerichten vom Grill gefeiert werden. Im Hotel „Sonnenhang“ sollte an diesem Abend auf der Terrasse gegrillt werden. Es befanden sich insgesamt 45 Hausgäste auf der Terrasse, die zu einer Reisegruppe aus dem Norden von Niedersachsen gehörten. Die Gäste waren guter Laune und unterhielten sich angeregt. Außerdem befanden sich noch sieben Personen des Hotelpersonals auf der Terrasse.
Plötzlich gab es um 19.25 Uhr einen lauten Knall und überall war auf einmal Feuer. In Sekundenschnelle griffen die Flammen auf das Hotelgebäude über und durch die große Hitzeentwicklung barsten die Fenster. Ebenfalls griff das Feuer rasend schnell auf die Holzverkleidung und den Balkon über. Die Feuerwehr wurde sofort alarmiert und konnte gerade noch den Dachstuhl des Hotels retten, bevor das Feuer dort übergreifen konnte. Es entstand ein Schaden von ungefähr 250.000 Euro.
Bei der Explosion des Gasgrills wurde der 26-jährige Koch sehr schwer verletzt, er musste sofort in eine Unfallklinik mit dem Hubschrauber geflogen werden. Er erlitt Verbrennungen zweiten und dritten Grades. Ein 18-jähriger Koch wurde ebenfalls schwer verletzt und erlitt Verbrennungen zweiten Grades, auch er musste sich in stationäre Behandlung begeben. Des Weiteren erlitten acht Menschen leichtere Verbrennungen oder Rauchvergiftungen, sie wurden ebenfalls in Krankenhäusern behandelt.
Die Ursache der Explosion
Einen Tag nach der Explosion des Gasgrills teilte die Polizei den Medien mit, dass es noch nicht klar ist, ob es sich um einen technischen Defekt des Geräts handelte oder eine fehlerhafte Bedienung des Kochs zu dem Brand führte. Als der Koch den Gasgrill abschalten wollte, kam es zu einer Verpuffung, wobei die Holzeinhausung des Geräts sofort in Flammen aufging. Der Kriminaldauerdienst vom Polizeipräsidium aus Memmingen, Schwaben Süd/West wurde zu den Ermittlungen hinzu gezogen. Die Beamten sollen die genauen Umstände der Explosion klären.
Kreisbrandrat Michael Seger aus Durach
Der Kreisbrandrat Michael Seger aus Durach äußerte sich den Medien gegenüber, dass die Feuerwehr sehr schnell vor Ort des Geschehens war und somit noch rechtzeitig den Dachstuhl des Gebäudes retten konnte, bevor die Flammen darauf übergreifen konnten. Den Feuerwehrleuten blieb nicht viel Zeit, wären sie nur zwei oder drei Minuten später an der Brandstelle eingetroffen, wäre das komplette Hotel abgebrannt. Zwar ist der gesamte Bereich des Restaurants ausgebrannt, jedoch konnte in den oberen Etagen das Feuer schnell gelöscht werden. Im Einsatz waren fünf Feuerwehren aus der Umgebung mit etwa 100 Mann Besatzung und zusätzlich noch weitere 50 Rettungskräfte.
