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Stiftung Warentest nahm deutsche Bratwürste auf den Prüfstand

Juli 1st, 2010 · No Comments

Insgesamt wurden 19 deutsche Bratwürste von Stiftung Warentest genauer untersucht und das Ergebnis war nicht unbedingt als zufriedenstellend zu nennen. Nur fünf Bratwürste wurden mit einem „Gut“ ausgezeichnet, besonders wurden der schlechte Geschmack und die Verderbniskeime bei den anderen Sorten genannt.

Der deutsche Bundesbürger isst im Durchschnitt ungefähr drei Kilogramm Bratwurst im Jahr und in der Grillsaison schon die Hälfte davon. Die Experten von Stiftung Warentest wollten den besten Hersteller von Bratwürsten ermitteln und überprüften mit drei unterschiedlichen Methoden 19 gebrühte Bratwürste. Zunächst wurde im Labor jede Sorte auf ihre Kalorien, Fleischqualität und ob Keime oder Schimmel- und Hefepilze vorhanden waren, überprüft. Als nächstes wurden die Bratwürste nach ihrem Geruch und Aussehen beurteilt und zum Schluss wurden sie auf dem Gasgrill zubereitet. Die fertig gebratenen Würste wurden von den Experten wieder auf ihr Aussehen und ihren Geruch überprüft. Anschließend wurden das Mundgefühl und der Geschmack beurteilt.

Die Tester von Stiftung Warentest waren über das Ergebnis mehr als enttäuscht, denn ein „Sehr Gut“ konnten sie für keine einzige Bratwurst vergeben. Nur jede vierte Bratwurst wurde mit einem „Gut“ ausgezeichnet und darunter befanden sich alle drei Sorten der Nürnberger Bratwürste, die von  „Schlütter’s Echte“, „Howe“ und „Rewe/Ja“ angeboten werden. Ebenfalls wurden mit dem Prädikat „Gut“ die Thüringer Bratwurst von dem Hersteller „Wolf“ und von „Bratmaxe“ die lange Bratwurst bewertet.

Die mikrobiologische Qualität ließ von Edeka bei der „Gut & Günstig Bratwurst“ fein, den Bio-Rostbratwürstchen von „Chiemgauer“ und von Penny bei den Landfreund-Rostbratwürstchen zu wünschen übrig. Diese wurden nur mit einem „Mangelhaft“ bewertet. Zum Ende der Mindesthaltbarkeitsdauer befanden sich schon viele Bakterien von Milchsäure und anderen Keimen in den Bratwürsten. Dadurch sind die Würste schon etwas verdorben und das kann zur Folge haben, dass die Verdauung beschleunigt wird oder sogar kurzfristig eine Übelkeit auftreten kann. Jedoch stellten die Tester Krankheitserreger in keiner der getesteten Bratwürste fest. Des Weiteren standen auf der Mängelliste der Experten von Stiftung Warentest kleine Teile von Knorpeln sowie ein leicht säuerlicher und salziger Geschmack.

Nicht immer lässt sich mit einem Riechtest feststellen, ob die Bratwürste verdorben sind, denn mit den unterschiedlichen Grillaromen und Gewürzen kann der Geruch kaschiert werden. Die Tester empfehlen die Würste nicht zu grillen, wenn sie im rohen Zustand bereits einen leichten säuerlichen Geruch aufweisen. Ebenfalls sollte auf die Flüssigkeit in der Verpackung geachtet werden, ist diese schon leicht trüb, sollte auf das Grillen der Bratwürste verzichtet werden. Natürlich darf auch das Haltbarkeitsdatum nicht überschritten sein.

Die Experten von Stiftung Warentest nehmen immer wieder Lebensmittel und andere Produkte aus dem Handel auf ihren Prüfstand und untersuchen diese nach bestimmten Kriterien. Schon vielen Endverbrauchern waren die Testergebnisse eine gute Hilfe bei der Kaufentscheidung, denn hier werden die Konsumgüter unabhängig getestet.