Jedes Jahr zur Grillsaison wird in den Medien über Brände berichtet, die durch Grills entfacht werden. Dabei ist es egal, ob es sich um einen Holzkohlegrill oder einen Gasgrill handelt. Erst Anfang Juni diesen Jahres kam es wieder zu Schäden durch das Grillen auf dem Balkon. Gleich zwei Mal kam es zu Brandschäden durch das Grillen.
In Grevenbrück musste die Feuerwehr ausrücken, um ein Feuer in der Dr.-Paul-Müller-Straße zu löschen, welches auf dem Balkon durch einen Gasgrill verursacht wurde. Es wurde auf dem Balkon mit einem Gasgrill gegrillt und beim Öffnen des Deckels entstand eine Stichflamme. Diese entfachte gleich einen Brand an dem Dachüberstand und die Feuerwehr musste informiert werden, um den Brand zu löschen. Bei diesem Brand entstanden große Beschädigungen an der Wand einer Gebäudeseite. Durch die große Entwicklung der Hitze zersprang die Glasscheibe von einem Fenster und zusätzlich schmolz noch eine Jalousie.
Nur durch den Einsatz der Feuerwehr konnte ein größerer Schaden verhindert werden, so dass die Flammen nicht auf das ganze Haus übergreifen konnten. Zwei Männer im Alter von 20 und 48 Jahren hatten vor dem Eintreffen der Feuerwehr versucht, den Brand selbst zu löschen. Dabei atmeten sie die gefährlichen Rauchgase ein und mussten sich daraufhin in ärztliche Obhut für eine Untersuchung begeben. Der hierbei entstandene Sachschaden schlägt mit mehreren Tausend Euro zu Buche.
In Oedingen am Lilienweg entstand ebenfalls Anfang Juni ein Brand, der jedoch einen nicht ganz so großen Schaden anrichtete. Hierbei kam es ebenfalls auf dem Balkon eines Mehrfamilienhauses zu einem Brand, allerdings mit einem Holzkohlegrill. Das Grillen war im Grunde genommen schon beendet, aber anscheinend befand sich noch heiße Asche im Grill, die wahrscheinlich durch den Wind aufgewirbelt wurde und die Bodenfliesen sowie das Balkongeländer, beides aus Holz gefertigt, in Brand setzte.
Als das Feuer ausbrach, waren die Bewohner schon nicht mehr in der Wohnung. Nur der Aufmerksamkeit der Nachbarn ist es zu verdanken, dass das Feuer sich nicht weiter ausbreiten konnte. Sie sahen das Feuer bereits in seinen Anfängen und konnten es gleich löschen. Mit einem relativ geringen Schaden kamen die Bewohner der Wohnung noch einmal davon. Durch die aufmerksamen Nachbarn entstand lediglich ein Schaden von ungefähr 400 Euro.
Die Feuerwehr warnt immer wieder vor den Gefahren, die beim Grillen entstehen können. Egal welche Grills auch verwendet werden, es sollten sich niemals brennbare Materialien in der Nähe befinden. Ebenfalls sollte ein Grill nicht unbeaufsichtigt bleiben, besonders die heiße Asche bei Holzkohlegrills kann durch aufkommenden Wind schwere Brände verursachen.
