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Zahl der Grillunfälle steigt an

Juli 13th, 2010 · No Comments

Alleine in der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik, kurz BG Klinik, von Ludwigshafen wurden bereits mehr als zwölf Opfer von Grillunfällen nur in diesem Jahr gemeldet. Vorrangig ist der leichtfertige Umgang mit Brandbeschleunigern, wie Benzin oder Spiritus für die Unfälle verantwortlich. Dabei zeigt dies auch der bundesweite Trend. Hier werden jährlich bis zu 4.000 Grillunfälle gemeldet und in 75 Prozent aller Fälle werden dafür eben diese Brandbeschleuniger verantwortlich gemacht, wie die Deutsche Gesellschaft für Verbrennungsmedizin bestätigt.

Vorwiegend sind von den Verbrennungen bei Grillunfällen die Arme und Beine betroffen, so dass eine stationäre Behandlung notwendig wird. Der Aufenthalt im Krankenhaus beläuft sich dann auf etwa zwei bis vier Wochen, je nach Art der Verletzungen. Sofern die Verletzungen und Brandwunden nach zwei Wochen noch nicht abgeheilt sind, muss eine OP folgen. Diese wiederum sorgt häufig für die Entstehung von Narben und damit verbunden auch für weitere Operationen. Im schlimmsten Fall muss die operative Nachbehandlung ein Leben lang erfolgen, was für erhebliche Schäden nicht nur am Körper, sondern ebenso an der Seele sorgt.

Wie Grillunfälle vermieden werden können

Auch der TÜV Süd weiß um die Probleme beim Grillen. Dabei heißt es, dass nicht alleine die Geräte schuld sind, sondern vielmehr die Nutzer. Es könne nicht generell davon ausgegangen werden, dass Elektro- oder Gasgrills sicherer sind, als der Holzkohlegrill. Da man bei diesem aber mit offener Flamme hantiert, sei es notwendig, dass man hier besondere Vorsicht walten lasse. Ebenso solle man auf Brandbeschleuniger zur Anzündung des Grills generell verzichten und auch die Gebrauchsanweisung sorgfältig durchlesen. Schließlich werden Warnhinweise von den Herstellern nicht umsonst gegeben.

Soll ein neuer Grill angeschafft werden, sollte auf das GS Zeichen für „Geprüfte Sicherheit“ geachtet werden. Dadurch wird garantiert, dass die Hersteller die Grills freiwillig von einer unabhängigen Stelle auf ihre Sicherheit hin überprüfen lassen. Allerdings gilt dies nur für Elektro- und Holzkohlegrills. Gasgrills müssen grundsätzlich mit dem CE Kennzeichen ausgestattet sein, das anzeigt, dass die Grills von unabhängigen Experten überprüft wurden.

Ebenfalls weist der TÜV Süd noch einmal eindringlich darauf hin, dass Grills generell nicht in geschlossenen Räumen oder Garagen genutzt werden sollten. Hier sind, wenn überhaupt, ausschließlich Elektrogrills ratsam. Denn auch wenn es nicht zum Brand kommt, kann durch die Rauchentwicklung der Grills der Sauerstoff in der Luft aufgebraucht werden, was ebenfalls zu einem Klinikaufenthalt führen kann. Wer aber diese Tipps beherzigt, kann den Grillspaß unbeschwert genießen.